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Das Kamel kann Wasser speichern

Dieses Wasserreservoir befindet sich aber entgegen der immer noch weit verbreiteten Meinung nicht in den Höckern des Tieres.
In der Magenwand sind große, speziell für diese Funktion ausgerichtete Zellen eingebettet, die das Wasser sehr schnell aufnehmen können, über einen längeren Zeitraum speichern und bei Bedarf wieder freisetzen. Zwischen einer und zwei Wochen kann das Kamel so ohne zu trinken auskommen.

(Diese Theorie der wasserspeichernden Magenzellen wird jedoch nicht von allen Zoologen vertreten. Studien sollen belegt haben, dass es die Zellen in dieser Funktion nicht gibt.)

Geht der Vorrat jedoch zur Neige, kann das von der Zellatmung produzierte Oxidationswasser aus den Höckern zur Abhilfe hinzugezogen werden.

Gelangt ein durstiges Kamel dann nach einer entbehrungsreichen Zeit an ein Wasserloch säuft es in 10 Minuten über 100 Liter Wasser. Manche Quellen sprechen auch von 200 Litern in 15 Minuten.

Auch die ovalen, roten Blutkörperchen (Eryrtocyten) – Kamele sind die einzigen Säugetiere, die ovale Blutkörperchen besitzen - können sich ohne Probleme auf das zweihundertfache ihres Volumens aufblähen und dadurch Wasser aufnehmen ohne zu platzen.
Die ovale Form der Erytrocyten verhindert das Platzen bei schneller Wasseraufnahme. Sie können sich innerhalb von drei Minuten mit zweihundert Lietern Wasser füllen und besitzen eine besonders erniedrigte osmotische Empfindlichkeit (eine niedrige Ionenkonzentration).


Weiter zu den Überlebensstrategien der Altweltkamele:
Nahrung und Energiespeicher
Körpertemperatur und Wasserhaushalt
Das Leben in der Wüste
Die Fortpflanzung in der Wüste


 
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