Der Beginn einer Zähmung der wilden Kameliden zu Haus- und Nutztieren ist vor rund 6000 Jahren in Südamerika einzuordnen. Sie findet damit etwa 14.000 Jahre nach der Domestizierung des Hundes, 4000 Jahre nach der von Schaf und Ziege und 3000 nach der von Rind und Schwein statt.
Die ersten
domestizierten Arten der Kameliden waren Alpaka, Lama und Guanaco. Dann
folgte vor etwa 5000 Jahren das Dromedar vermutlich auf der arabischen
Halbinsel. Vor ca. 4500 Jahren schloss sich dann die Domestikation des
baktrischen Kamels im heutigen Turkmenistan und Nordpersien an. Nach der
Zähmung von Schaf und Ziege begann das erste Nomadentum, aber erst nachdem
die Packtiere, Kamel und Dromedar, gezähmt wurden, konnten diese wandernden Völker auch längere
Strecken zurücklegen und in Gegenden vordringen, die weit entfert von
menschliechen Siedlungen lagen.
Nur die Zähmung der Vicungas ist wie auch ihre Artzugehörigkeit umstritten. Sicher
ist, dass die Inkas diese Tiere fingen, ihre Wolle schoren und sie anschließed
wieder frei ließen. Die Spanier setzten diese Tradition jedoch nicht fort,
sondern schossen Vicungas nur um Platz für Weideland zu erhalten und später
wegen deren Fell.
| Domestizierung | Vor etwa ... Jahren |
| Hund | 100 000 |
| Schaf und Ziege | 10 000 |
| Rind und Schwein | 9 000 |
| Alpaka, Lama und Guanaco | 6 000 |
| Dromedar | 5 000 |
| Baktirisches Kamel | 4 500 |
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